Für Trumpf in Neukirch/Lausitz habe ich eine kurze Reportage einer Baumpflanzaktion begleitet. Anlass war das 100‑jährige Firmenjubiläum des Unternehmens. Der Termin diente vorrangig der Presse- und Unternehmenskommunikation – dokumentarisch, unaufgeregt und mit klarer Motivstruktur.
Regen, diffuses Licht und satte Farben
Der Tag war typisch Spätherbst: dunkle Wolken, feiner Dauerregen, keine Spur von direktem Sonnenlicht. Genau dadurch entstanden jedoch sehr satte, kontrastarme, aber farblich tiefe Szenen.
Das Licht war komplett diffus, was folgende fotografische Entscheidungen beeinflusste:
– Nutzung höherer ISO-Werte, ohne die natürliche Körnung zu verlieren
– leichte Unterbelichtung, um Strukturen im Himmel und in nassen Oberflächen zu halten
– Fokus auf ruhige Kompositionen ohne grelle Highlights
– klare Motivführung über Farbflächen: nasse Erde, dunkle Jacken, gelbe und orange Laubreste
Es war einer dieser Einsätze, bei denen man sich auf das vorhandene Licht verlässt und bewusst die Stimmung annimmt, statt gegen sie zu arbeiten.
Dokumentarische Motive – ohne Inszenierung
Auf den Bildern stehen Geschäftsführung, Förster und die beteiligten Mitarbeiter in authentischen Momenten.
Da der Wald durch Regen deutlich gedämpft war, habe ich:
– Portraits im Umfeld gehalten, statt isolierte Nahaufnahmen zu forcieren
– Werkzeuge, Setzlinge und Arbeitsabläufe als visuelle Anker genutzt
– dezent erhöhte Perspektiven gewählt, um die Aktion räumlich einzuordnen
– Tropfen auf Jacken, Werkzeugen und Handschuhen bewusst im Bild gelassen, um die Bedingungen real zu zeigen
Die Bildserie unterstützt Trumpf dabei, eine glaubwürdige, bodenständige Aktion zu kommunizieren – ohne glattpolierte Symbolbilder.
Regionaler Bezug mit echter Atmosphäre
Der Wald am Picho zeigte sich an diesem Tag von einer rauen, aber ehrlichen Seite. Genau das passt zur Region und zur Art von Unternehmenskommunikation, die authentische Momente statt Inszenierung sucht.
Trotz sehr kurzer Begleitzeit entstand eine kompakte Serie für Presseorgane und interne Kanäle – dokumentarisch, ehrlich und visuell dicht.














